Die Extel-Umfrage, die Broker und Analysten im Vereinigten Königreich bewertet, zeigt einen besorgniserregenden Trend im kleinen und mittleren (SMID) Sektor, wo die Anzahl der Retail-Analysten von 29 im Jahr 2007 auf nur 17 heute gesunken ist.
Dieser Rückgang wird größtenteils der Einführung von MIFID II im Januar 2018 zugeschrieben, die vorschrieb, dass Broker Forschungskosten separat berechnen müssen, was die Kosten für Investoren erhöht und die Nachfrage nach Forschung zu Small-Cap-Aktien verringert hat.
David Enticknap, CEO von Extel, bemerkte, dass MIFID II zwar keinen tödlichen Schlag für die Aktienforschung ausgeliefert hat, jedoch erheblichen Schaden angerichtet hat. Die Konsolidierung im Sektor ist offensichtlich, da namhafte Firmen wie Numis Securities und Panmure Gordon Fusionen oder Schließungen durchlaufen.
Auch die Abdeckung der Umfrage ist geschrumpft, wobei die Anzahl der analysierten Sektoren von 18 auf nur neun gesunken ist. Jüngste regulatorische Änderungen durch die Financial Conduct Authority, die eine gewisse Bündelung von Forschungskosten erlauben, könnten jedoch auf eine mögliche Erholung hindeuten.
Enticknap betonte die Notwendigkeit, dass die Buy-Side Forschung wertschätzt, um die Liquidität im Markt wiederherzustellen. Darüber hinaus ist es entscheidend, neue Talente für den Analystenberuf zu gewinnen, um den Londoner Markt zu revitalisieren, da viele junge Absolventen derzeit eher von Technologiebereichen angezogen werden.
Die allgemeinen Auswirkungen dieser Trends deuten auf ein herausforderndes Umfeld für die Aktienforschung im kleinen und mittleren Bereich hin, was die Anlagestrategien und die Marktdynamik in Zukunft beeinflussen könnte.