Am Dienstag stiegen die Ölpreise leicht, wobei die Brent-Rohöl-Futures für die Lieferung im August um 0,2% auf 73,32 $ pro Barrel zulegten, während die September-Futures um 0,5% auf 74,29 $ anstiegen. Die U.S. West Texas Intermediate-Futures verzeichneten ebenfalls einen Anstieg um 0,5% auf 71,08 $.
Trotz dieser Gewinne sind sowohl Brent als auch WTI auf dem Weg zu signifikanten monatlichen Rückgängen, wobei Brent etwa 20% und WTI etwa 19% im Vergleich zum Vormonat gefallen sind.
Die Schwankungen der Ölpreise werden maßgeblich durch das Potenzial für Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Katar beeinflusst, nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, dass der Iran um ein Treffen gebeten hatte, nachdem es kürzlich zu militärischen Auseinandersetzungen gekommen war.
Das iranische Außenministerium wies jedoch die Behauptung zurück, dass Gespräche geplant seien, was die Unsicherheit in der Situation unterstreicht. Dies geschah nach einem 14-Punkte-Memorandum, das am 17. Juni zur Aussetzung der Feindseligkeiten festgelegt wurde, die die Ölströme durch die Straße von Hormuz bedrohten, einen kritischen Durchgang für den globalen Ölverkehr.
Analysten von ING bemerkten, dass die Marktreaktion auf den Waffenstillstand übermäßig optimistisch war und darauf hindeutet, dass sich die Situation schnell ändern könnte, und eine dauerhafte Lösung des nuklearen Problems innerhalb der nächsten zwei Monate unwahrscheinlich ist. Die anhaltende Volatilität der Ölpreise spiegelt die fragile Natur der aktuellen geopolitischen Landschaft wider.