MSCI hat seine Bedenken hinsichtlich der Transparenz des indonesischen Aktienmarktes bekräftigt, die seiner Meinung nach die Fähigkeit internationaler Investoren beeinträchtigt, Unternehmensbewertungen genau einzuschätzen.
Der Indexanbieter wies auf intransparente Eigentümerstrukturen und Anzeichen von koordinierten Handelsaktivitäten hin, die als bedeutende Probleme gelten, die die Preisbildung und die Bewertungen des Streubesitzes beeinflussen. Nach diesen Warnungen hatte der Jakarta Composite Index Schwierigkeiten und verlor seit Jahresbeginn fast 30 %.
MSCIs jährliche Überprüfung der globalen Marktzugänglichkeit stufte die Informationsflussbewertung Indonesiens herab und spiegelte frühere Bedenken aus dem Januar wider, dass das Land möglicherweise von seinem Status als Schwellenmarkt herabgestuft werden könnte.
Der Bericht fällt mit dem Rekordtief des indonesischen Rupiah gegenüber dem Dollar und anhaltenden Sorgen um die fiskalische Gesundheit des Landes sowie Kapitalabflüsse zusammen. Als Reaktion auf diesen wirtschaftlichen Druck hat die Bank Indonesia kürzlich unerwartet die Zinssätze erhöht.
MSCI betonte, dass der Mangel an Transparenz die Fähigkeit institutioneller Investoren erheblich einschränkt, Portfolios zu erstellen und Indizes basierend auf zuverlässigen Marktpreisen zu replizieren.