Das indische Außenministerium kritisierte die Bemerkungen des US-Vizepräsidenten J.D. Vance und bezeichnete sie als 'tief beleidigend' und historisch unsensibel.
Vances Kommentare fielen, als das US-Arbeitsministerium mehrere große indische IT-Unternehmen, darunter Microsoft und Infosys, aus seinem Programm zur dauerhaften Arbeitszertifizierung ausschloss, was ihnen die Beantragung einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung für Mitarbeiter mit H-1B-Visa verweigerte.
Diese Aussetzung betrifft einen erheblichen Teil der H-1B-Visa-Inhaber, wobei etwa 70 % der Begünstigten im Jahr 2025 indische Staatsangehörige sind. Die indische Regierung betonte, dass indische Fachkräfte wertvolle Beiträge zur US-Wirtschaft und Innovation leisten.
Als Reaktion auf die Visa-Aussetzungen stellte NASSCOM fest, dass indische Technologieunternehmen ihre Abhängigkeit von H-1B-Visa verringern und die Einstellung von Mitarbeitern in den USA erhöhen.
Tata Consultancy Services, das größte indische IT-Unternehmen, berichtete von einem drastischen Rückgang der H-1B-Anträge und plant, in den nächsten fünf Jahren 15.000 weitere Mitarbeiter in den USA einzustellen.
Diese Situation verdeutlicht die Komplexität der Beziehungen zwischen den USA und Indien im Technologiesektor und die möglichen Auswirkungen auf die Mobilität von Talenten und die wirtschaftliche Zusammenarbeit.