Die Ölpreise haben einen bemerkenswerten Rückgang verzeichnet, wobei die Brent-Rohöl-Futures in der vergangenen Woche um über 7 % auf etwa 83 $ pro Barrel gefallen sind, trotz früherer Anstiege über 100 $.
Die erwartete Wiedereröffnung der Straße von Hormuz, einer wichtigen Schifffahrtsroute für Öl, ist nun ungewiss, da Teheran auf spezifischen Bedingungen besteht, bevor eine Einigung mit Washington erzielt werden kann. Präsident Trump hat einen Wechsel hin zu wirtschaftlichem Druck anstelle von militärischen Maßnahmen angedeutet, was die Marktstimmung beeinflussen könnte.
Analysten wie Modupe Adegbembo von Jefferies äußern vorsichtigen Optimismus hinsichtlich einer möglichen Einigung, warnen jedoch, dass die Ölpreise möglicherweise nicht stabil bleiben, wenn der aktuelle Stillstand anhält.
Kieran Tompkins von Capital Economics hebt hervor, dass die derzeit niedrigen Preise widersprüchliche Markterwartungen hinsichtlich der Wiederaufnahme der Energieflüsse im Vergleich zu einer längeren Schließung widerspiegeln. Er schlägt vor, dass die Ölpreise erheblich steigen könnten, wenn sich die Situation nicht verbessert, möglicherweise auf 120-140 $ pro Barrel bis zum vierten Quartal.
Darüber hinaus merkt Amrita Sen von Energy Aspects an, dass alternative Exportwege und eine reduzierte Nachfrage den Markt vorübergehend abgefedert haben, die Erholung der chinesischen Rohölimporte jedoch zu einem Preisdruck führen könnte.
Insgesamt reagiert der Markt auf die Möglichkeit eines Deals, während er mit anhaltenden Angebotsengpässen, einschließlich geopolitischer Spannungen und Infrastrukturangriffen in Saudi-Arabien, zu kämpfen hat.