Während ihrer letzten Sitzung stimmte das Federal Open Market Committee (FOMC) einstimmig dafür, den Referenzzinssatz für Übernachtkredite im Bereich von 3,5%-3,75% beizubehalten, der seit einer Senkung Ende 2025 unverändert ist.
Die Sitzung markierte jedoch einen signifikanten Wandel im Ton, da die Fed frühere Formulierungen, die eine Neigung zu zukünftigen Zinssenkungen andeuteten, entfernte und damit auf eine mögliche Neigung zu Zinserhöhungen hinwies.
Die mediane Prognose für den Federal Funds Rate bis Ende 2026 stieg auf 3,8%, von 3,4% im März, wobei neun von 19 Teilnehmern mindestens eine Zinserhöhung in diesem Jahr erwarten. Warsh, der die Prognosetools der Fed kritisiert hat, legte keine wirtschaftlichen Prognosen vor, was Spekulationen über seinen zukünftigen Kommunikations- und Politikansatz auslöste.
Die Erklärung des FOMC war bemerkenswert prägnant, mit nur 130 Wörtern im Vergleich zu 341 Wörtern in der vorherigen Sitzung, und betonte das Engagement zur Kontrolle der Inflation inmitten anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit, einschließlich der Auswirkungen geopolitischer Spannungen.
Die Inflationsprognose der Fed für 2026 wurde ebenfalls nach oben korrigiert, mit Erwartungen von nunmehr 3,6% für die Gesamtinflation und 3,3% für die Kerninflation, während die BIP-Wachstumsprognosen leicht auf 2,2% gesenkt wurden. Der Arbeitsmarkt bleibt robust, mit einem Anstieg der Nichtlandwirtschaftlichen Löhne um 172.000 im Mai und einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,3%.
Die Markterwartungen stimmen mit der Prognose des FOMC überein und erwarten keine Senkungen im Jahr 2026 sowie eine mögliche Erhöhung um einen Viertelpunkt bis zum Jahresende.