Die Dürre in Europa hat alarmierende Ausmaße erreicht, was Rumänien dazu veranlasst hat, seinen einzigen betriebsfähigen Kernreaktor aufgrund niedriger Wasserstände in der Donau abzuschalten und sogar zu Unterwasser-Detonationen zu greifen, um den Wasserfluss für die Kühlsysteme zu verbessern.
Das Kernkraftwerk Paks in Ungarn, das etwa 40 % des Stroms des Landes liefert, sieht sich ähnlichen Bedrohungen gegenüber, während Serbien die Wasserkraftproduktion reduzieren musste. In Deutschland sind die Wasserstände des Rheins auf den niedrigsten Stand seit fast 150 Jahren gefallen, wobei die kritische Navigationsschwelle erheblich überschritten wurde.
Es wird erwartet, dass diese Situation das BIP Deutschlands im dritten Quartal um bis zu 0,2 % negativ beeinflusst, was einem geschätzten Verlust von 1 bis 2 Milliarden Euro (1,15 Milliarden bis 2,3 Milliarden Dollar) entspricht.
Die anhaltende Dürre hebt das breitere Problem der Wasserknappheit in Südeuropa hervor, wo 30 % der Bevölkerung in Gebieten lebt, die unter permanentem Wasserstress leiden. Analysten stellen fest, dass Unternehmen sich auf diese Herausforderungen vorbereitet haben, aber steigende Frachtkosten die Inflationssorgen verschärfen.
Die Dürre, zusammen mit Hitzewellen und anderen klimabedingten Problemen, schafft einen vielschichtigen wirtschaftlichen Kampf für Deutschland und seine Nachbarn, der die Produktivität und die Energieversorgung in der gesamten Region beeinträchtigt.