In einem exklusiven Interview mit CNBC deutete US-Finanzminister Scott Bessent an, dass das Finanzministerium seine Anleihe-Rückkaufoperationen über die ursprünglichen 4 Milliarden US-Dollar hinaus ausweiten könnte, aufgrund schwacher Liquidität im 30-jährigen Anleihemarkt und Renditen, die nicht die Marktgrundlagen widerspiegeln.
Obwohl seine Kommentare zu einer vorübergehenden Entspannung der Renditen führten, setzte der Anleihemarkt schnell seinen Aufwärtstrend in Richtung mehrjähriger Höchststände fort.
Analysten von Firmen wie Evercore ISI und Jefferies äußerten Skepsis hinsichtlich der langfristigen Wirksamkeit von Bessents vorgeschlagenen Maßnahmen, wobei Jefferies die Entscheidung als hastig bezeichnete und Evercore ISI vorschlug, dass sie nach hinten losgehen könnte.
James Sullivan von JPMorgan verglich die Situation mit der Verwendung einer Kreditkarte zur Bezahlung einer Hypothek, was impliziert, dass es zwar vorübergehend funktionieren mag, die zugrunde liegenden Probleme jedoch letztendlich offensichtlich werden.
Darüber hinaus kommentierte Bessent das US-Budgetdefizit, das im Juli 432 Milliarden US-Dollar erreichte, und deutete an, dass das Land möglicherweise aus seiner 40 Billionen US-Dollar Schuldenlast herauswachsen könnte.
An der breiteren Marktfront erlebte die Wall Street einen Rückgang, wobei der S&P 500 und der Nasdaq Composite um 0,9 % bzw. 1 % fielen, was auf ein potenzielles Ende ihrer jüngsten Gewinnsträhnen hindeutet.