Evelyn berichtet aus Peking, dass die zunehmende Bedeutung der künstlichen Intelligenz unbeabsichtigt die Erfahrungwirtschaft in China ankurbelt. Annabelle Yu Long von BAI Capital betont, dass trotz erheblicher Investitionen in KI der chinesische Verbraucher im Zentrum der Marktdynamik bleibt.
Sie weist darauf hin, dass das aktuelle Umfeld günstig ist, um in verbraucherorientierte und regulierungsneutrale Unternehmen zu investieren. Die Einzelhandelsumsätze in China haben nach der Pandemie Schwierigkeiten gehabt, mit einem kurzen negativen Rückgang im Mai, gefolgt von einer leichten Erholung im Juni.
Um die Ausgaben anzukurbeln, hat die chinesische Regierung ein landesweites Programm zur Handelsförderung für Verbraucher eingeführt. Lokale Initiativen, wie die Neugestaltung des Wangfujing-Einkaufsviertels in Peking zur Verbesserung der persönlichen Erlebnisse, sind ebenfalls im Gange.
Sharon Tan, CEO von Beijing Lyvion International, hebt die Bedeutung hervor, die Vorlieben junger Verbraucher zu berücksichtigen. Die politischen Entscheidungsträger konzentrieren sich darauf, in den nächsten fünf Jahren den erfahrungsorientierten Konsum zu fördern, insbesondere in Bereichen wie darstellende Kunst und Sport.
Der Trend zu Offline-Erlebnissen wird von Dino Ying bestätigt, der feststellt, dass Verbraucher, während Online-Inhalte aufgrund von KI einheitlicher werden, zunehmend authentische soziale Interaktionen suchen werden. Dieser Wandel könnte luxuriöse Erlebnisse in China neu definieren, mit erheblichen Auswirkungen auf Unternehmen, die sich an diese sich entwickelnden Verbraucherbedürfnisse anpassen.