Die jährliche Umfrage des World Gold Council zeigt, dass Zentralbanken in den letzten vier Jahren im Durchschnitt 1.000 Tonnen Gold pro Jahr gekauft haben, was einen signifikanten Anstieg im Vergleich zum vorherigen Jahrzehnt darstellt.
Fast 90 % der befragten Zentralbanken erwarten einen Anstieg der globalen Goldreserven im nächsten Jahr, wobei 45 % mit einem Wachstum ihrer eigenen Bestände rechnen. Die Umfrage hebt einen bemerkenswerten Wandel hin zur nationalen Lagerung hervor, wobei 9 % der Befragten ihre nationale Goldlagerung im vergangenen Jahr erhöht haben, im Vergleich zu 5 % im Vorjahr.
Dieser Trend wird hauptsächlich durch Bedenken hinsichtlich der geopolitischen Stabilität vorangetrieben, insbesondere nach der Invasion Russlands in die Ukraine, die Ängste über die Zugänglichkeit von im Ausland gehaltenen Vermögenswerten aufwarf.
Giovanni Staunovo, Rohstoffanalyst bei UBS, bemerkte, dass die symbolische Bedeutung von Gold als nationales Gut die Zentralbanken zusätzlich dazu anregt, Reserven im eigenen Land zu halten.
Er prognostiziert, dass die Zentralbanken in diesem Jahr zwischen 750 und 1.000 metrische Tonnen Gold kaufen werden, was zwar wahrscheinlich keinen starken Preisanstieg verursachen wird, jedoch Stabilität auf dem Markt bieten wird.
Dan Coatsworth von AJ Bell betonte die Bedeutung der Diversifizierung von Vermögensstandorten zur Risikominderung, was eine breitere Strategie unter den Zentralbanken widerspiegelt, die Konzentration in ihren Beständen zu verringern.