Anthropic bereitet sich auf einen Börsengang vor, während die Bedenken der Amerikaner hinsichtlich künstlicher Intelligenz und Rechenzentren zunehmen. Diese Gegenbewegung wird voraussichtlich ein kritischer Risikofaktor in dem IPO-Prospekt sein.
Das Unternehmen hat vorläufige Gespräche mit Bankern und Investoren geführt, bei denen CFO Krishna Rao Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs, des Margendrucks durch Open-Source-Modelle und möglicher Verzögerungen beim Bau von Rechenzentren ansprach.
Anthropic, das vertraulich einen Antrag auf Börsengang gestellt hat, wird voraussichtlich eine Bewertung von rund 2 Billionen Dollar erreichen, was den kürzlichen IPO von SpaceX in Höhe von 85,7 Milliarden Dollar übertrifft.
Allerdings ist die öffentliche Stimmung weitgehend gegen den Bau von KI-Rechenzentren, wobei eine Gallup-Umfrage zeigt, dass 70 % der Amerikaner solchen Entwicklungen in ihren Regionen widersprechen. Diese Opposition hat politische Maßnahmen nach sich gezogen, mit aktuellen Vorschlägen für Einschränkungen bei Rechenzentren in Bundesstaaten wie Florida und Pennsylvania.
Da die Rechenkapazität entscheidend für die Umsatzgenerierung in KI-Unternehmen wie Anthropic ist, könnte jede Verlangsamung des Wachstums von Rechenzentren die finanzielle Leistung erheblich beeinträchtigen, insbesondere da das Unternehmen kürzlich eine jährliche Umsatzlaufzeit von 65 Milliarden Dollar gemeldet hat.