Während der jüngsten Kongressanhörungen zeigte Kevin Warsh seine Fähigkeit, intensiver Prüfung von beiden Parteien standzuhalten, aber er muss nun sein Engagement zur Stabilisierung der Preise erfüllen. Da die Inflation weiterhin ein Anliegen ist, könnte Warshs vorgeschlagene Neubewertung, wie die Fed die Inflation misst, die Geldpolitik umgestalten.
Jüngste Daten zeigten Rückgänge sowohl im Verbraucherpreisindex (CPI) als auch im Erzeugerpreisindex (PPI), die Warsh als positiv anerkannte, jedoch darauf hinwies, dass diese Maßnahmen unvollkommen sind. Er betonte, dass externe Faktoren, wie steigende Benzinpreise aufgrund geopolitischer Spannungen, nicht unbedingt kontrollierbare Inflation widerspiegeln.
Warshs Ernennung einer Arbeitsgruppe zur Untersuchung der Natur der Inflation könnte Monate dauern, um Ergebnisse zu liefern, während das bevorstehende Treffen der Fed entscheidend für die Festlegung von Zinssatzanpassungen sein wird.
Fed-Gouverneurin Lisa Cook hob die potenziellen inflationsfördernden Auswirkungen erhöhter Ausgaben im Bereich der künstlichen Intelligenz hervor, was auf einen Wandel in ihrer Inflationsprognose hinweist.
Die interne Debatte bei der Fed über die Rolle von KI in der Inflation ist bedeutend, da Warsh glaubt, dass das Angebot letztendlich die Nachfrage decken wird, im Gegensatz zu den Bedenken anderer. Sein traditioneller Ansatz zur Geldpolitik, einschließlich eines Fokus auf die Geldmenge, weicht von der Haltung der vorherigen Fed-Führung ab.
Der Markt erwartet bis Ende des Jahres eine Zinserhöhung, und Warshs Glaubwürdigkeit hängt davon ab, diese komplexen Diskussionen effektiv zu navigieren. Ein Fehltritt könnte zu einem Vertrauensverlust in seine Führung führen, was schwer zu beheben wäre, unabhängig von den Ergebnissen der Arbeitsgruppe.